Montag, 17. März 2014

Der Einstieg...

Ich möchte im Folgenden kurz darauf eingehen wie man sich der Geschmacksvielfalt der Welt des Bieres unkompliziert und schnell zurecht findet. Denn Bier ist für mich ein Mittel zum Genuss und dies wird am besten in geselliger Runde verköstigt um den Genuss noch zu erhöhen. Dabei steht nicht das Fachwissen im Vordergrund, das kommt bei Interesse an der Materie bald von allein, sondern der Spass am Bier.
Um aber nun einen leichten Einstieg in das Interesse am Bier zu geben und vielleicht auch andere Leute für Bier zu begeistern, deren Geschmacksnerven von Großserienbieren zu Boden geprügelt worden sind, möchte ich gern die kostenlose Broschüre "Was für ein Genuss" vom Deutschen Brauer-Bund e.V. empfehlen. In dieser Broschüre wird kurz und ohne Schnörkel das wichtigste zu einer Bierverkostung umrissen. Auf der letzten Seite gibt es auch einen schönen "Verkostungsbogen", der einem das Gruppenerlebnis bei einer gemeinsamen Auswertung versüßen kann und das ganze etwas nachhaltiger macht.
Ein paar Kleinigkeiten möchte ich aber noch hinzufügen. Es wird empfohlen zur Geschmacksneutralisierung Knäcke- oder Weißbrot zu reichen, ich würde dazu noch einen Krug stilles Wasser bereit stellen. Dies beugt bei einer längeren und intensiveren Verkostung auch negativen Folgen am nächsten Tag vor.
Außerdem möchte ich kurz etwas zur Auswahl der Biere sagen. Natürlich werden hier ersteinmal gängige deutsche Biersorten genannt, das macht es auch Einsteigern einfach sich ein wenig schneller zurecht zu finden. Allerdings würde nicht nur den Tipp geben in den Standartkategorien vielleicht auf die Produkte mittlerer und kleiner Brauereien zurück zu greifen. Nur als Beispiel, ohne Wertung zur Qualität, würde ich als Weizenbier kein Erdinger oder Franziskaner nehmen, sondern ein Weihenstephaner oder Hacker-Pschorr wählen. Mein persönlicher Favorit  für ein erstes Tasting wäre übrigens ein Weizen von Waldhaus.
Wenn man es sich ein wenig einfacher machen möchte, kann man natürlich auch, sofern dies angeboten wird, ein Probierpaket erstehen oder sich eines selbst zusammenstellen. Ein Beispiel wäre hier die Störtebeker "Entdecker-Kiste", die es ab und an auch in klein als "Schatzkiste" gibt.
Oder man stellt sich etwas selbst zusammen, wie ich es bei der Pyraser Brauerei getan habe.
So oder so, ich wünsche allen die dieses Geschreibsel als Anlass zu einem leckeren Bier nehmen viel Spass.


Der Braumeister

Immer dran denken...

Ein guter Handwerker hat das wichtigste Handwerkszeug immer am Mann. ;)
Dann hat man auch kein Problem, wenn man vor einer Flasche "Öl Ljus Lager" von IKEA steht.
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Der Braumeister

Donnerstag, 13. März 2014

Überraschung in Svart...

Heute habe ich die Ehre über ein Bier zu schreiben, das mir bei der Verköstigung eine Menge Freude gemacht hat und so etwas kann man nun wirklich nicht oft behaupten.
Ich möchte nun also ein Bier aus Schweden vorstellen, das Svart aus der Slottskällans Bryggeri. Zunächst einmal möchte ich sagen, dass wir hier über ein Bier reden nach dem ich nicht gesucht habe. Die einzige Vorgabe war ein Schwarzbier für den Abend zu finden um sich ein wenig in dieser Geschmacksrichtung weiterzubilden. Das unauffällige Etikett trägt auch sicherlich nicht dazu bei, genau dieses Bier auszuwählen.
Da ich aber bereits gute Erfahrungen mit Bieren gemacht habe die keine überdesignten Beklebungen oder bewusst auf "Retro" gestylte Etiketten tragen, entschied ich mich unter anderem für diese hübsche kleine Flasche als ich durch den Systembolaget strolchte.
Ohne große Vorfreude und viel Brimborium wurde also am Abend die Flasche geöffnet und eingeschenkt. Da mir extrem duftende Schwarzbiere bisher eher selten unter gekommen sind wurde die Flasche zur Seite gestellt und das Glas nur der Routine wegen zur Nase geführt. Da folgte nun die erste Überraschung, neben einem mickrigen Malzanklang überfiel mich eine saure Note, die mich stutzen lies. War die Auswahl ein Fehlschlag?
Der erste Schluck war nicht minder ein Schock, als die erste Geruchsprobe. Ein starke Säuerlichkeit mit bedeckten Röstaromen breitet sich schnell und intensiv im Mund aus. Hält man das Bier einen Moment und schluckt gemächlich herunter, findet dann aber ein Umschwung statt. Die Säure ebbt ab und verliert sich in einem bitter-hopfig-malzigem Schwarzbiergeschmack, welcher nach und nach vollmundiger wird. Den Abschluss bildet ein malziger, süßer Nachgang der lange und warm im Mund bleibt.
Ein zweiter Schluck löst übrigens bei mir für die erste säuerliche Geschmacksüberflutung eine Assoziation mit dem lutschen an einer Schwarzbrotkruste aus.
Ein ganz hervorragendes Bier mit schönen Eigenschaften wie dem leicht bernsteinfarbigen, cremigen Schaum der dem ganzen das i-Tüpfelchen aufsetzt.


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Der Braumeister

Mittwoch, 12. März 2014

Darauf ein Champus...

Durch Zufall durfte ich vor ein paar Tagen ein kleine (zumindest für mich) Besonderheit probieren.
Ein guter Freund bekam diese Flasche "Biersekt", namentlich "Coco D'or - Spezialbier", zum Geburtstag und lies mich daran teilhaben.
Die elegant im Champagner-Stil aufgemachte und mit echtem Kork und Agraffe verschlossene 0,75L Flasche lässt erahnen was sich hinter dem grünen Glas verbirgt. Ein, auf Champagnerhefe gereiftes, mit 8% Alkohol ausgewiesenes Bier das hohen und exklusiven Ansprüchen gerecht werden soll, aus der SchwarzwaldGold Braumanufaktur.
Wie schon bei dem Belgian Farmhouse Ale ergibt sich beim öffnen der Flasche eine schöne zeremonielle Stimmung, die die Vorfreude auf einen exklusiven Genuss schürt.
Das Einschenken gibt einige Attribute preis die wohl der Champagnerhefe zugeschrieben werden können, es wird fruchtiger sektähnlicher Geruch frei und im Glas ist eine ausgeprägte Feinperligkeit zu beobachten.
Der Geruch verspricht nicht zu viel, im Mund werden sofort differenzierte Fruchtaromen frei die im zusammen mit Hefeanklängen eine interessante Geschmackskomposition enstehen lassen. Im Nachgang weicht alles einem kleinen Hopfenbitter, welches aber nicht zu intesiv oder langwierig ist.
Alles in allem fühlt man sich sich an ein Zusammenspiel von Apfelwein, fruchtigem Sekt und Kellerbier erinnert.
Hier kann ohne Zweifel von einem exklusivem und hochinteressantem Geschmackserlebnis gesprochen werden, das einen interessierten Biergenießer auf jeden Fall beeindrucken kann. Sicherlich scheiden sich hier ob der erzielten Ergebnisse auch die Geister, aber für mich zählt dieses Bier auf jeden Fall zu der Liste der Bier die man einmal probieren sollte um seinen Horizont zu erweitern.

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Der Braumeister

Erst mal ein Helles...

Heute habe ich das Bayreuther Hell erstanden und mir zugegebener Weise eine Menge davon erhofft.
Tatsächlich wurden meine Erwartungen nicht enttäuscht, soviel sei vorab gesagt. Aber zurück zum Bier selbst.
Zunächst muss ich sagen, dass mich das Äußere nicht wirklich überrascht. Ein schickes Etikett im klassischen Stil in dazu passender Euro-Flasche. Mit dem Wissen, dass dieses Bier in der gleichen Brauerei produziert wird wie Zwickel in seinen hübschen Bügelflaschen ist man davon nicht wirklich überwältigt. Eigentlich entsteht schon fast eine kleine Erwartungshaltung, wie es bei mir der Fall war.
Als kurze Erläuterung zur Biersorte meinerseits, ich habe bis dato nur 2-3 verscheidene Helle getrunken und muss eingestehen, dass sie mir nicht sonderlich zugesagt haben. Es waren durchweg runde Biere, die keine markanten unangenehmen Merkmale aufwiesen allerdings auch kein Besonderheiten. Außerdem fehlte mir immer die Würzigkeit.
Das Bayreuther Hell verströmmt schon bei der Öffnung einen angenhmen Duft und sofort stelle ich einen hopfigen Anklang fest. Der Geschmack bestätigt die Erwartung, hier wurde eine angemesse Menge Hopfen zugesetzt um das Bier nicht nur "rund" zu machen, sondern einen würzigen, leckeren Geschmack zu erzeugen.
Hier sprechen wir also von meinem derzeitigen Favoriten in der Kategorie "Helles"
Ich hab das Bayreuther nur aus der Flasche probiert und kann daher wenig zum Schaum und nichts zum Verhalten im Glas sagen, werde diese Eindrücke aber noch nachreichen. Aufgrund des guten Eindrucks den dieses Bier bei mir hinterlassen hat wird es wohl noch das eine oder andere Mal auf meinem Tisch zu finden sein.
Ein gutes Bier für einen Nachmittagssnack, z.B. für eine Butterbrot mit Mett- oder Streichwurst. Allerdings nicht für zu würzige Speisen geeignet.

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